Schultergelenk

Schultergelenk

Der Schultergürtel des Menschen ist als komplexes Bewegungssystem auf eine größtmögliche Beweglichkeit ausgelegt und bildet damit die Basis für den großen Aktionsradius und die optimale Funktionalität des Armes.

Der Schultergürtel setzt sich zusammen aus dem Schultergelenk, dem Schultereckgelenk und dem Brustbein – Schlüsselbein – Gelenk. Für die koordinierte Bewegung benötigt der Schultergürtel eine Vielzahl von Muskeln. Zwischen diesen finden sich Gleitschichten, die für den ungestörten Bewegungsablauf unentbehrlich sind.

Aus anatomischer Sicht ist das Schultergelenk ein gefährdetes Gelenk, da es als Kugelgelenk keine knöcherne, sondern eine rein muskuläre Führung hat. Zudem steht dem Oberarmkopf nur eine relativ kleine, durchschnittlich 6 cm² große Fläche der Schultergelenkspfanne gegenüber.

Engpass Syndrom

Ursache

Der Begriff des „Impingement“ ist dem Angloamerikanischen entlehnt und bedeutet „Einklemmung“. An der Schulter ist in aller Regel eine Einklemmung zwischen der Kugel des Oberarmkopfes und dem Schulterdach (Akromion) gemeint. Das heißt der Tunnel unter dem Schulterdach durch welchen der Supraspinatusmuskel und seine Sehne verlaufen – inklusive dem dort liegenden Schleimbeutel – ist eingeengt. Beispielsweise durch ein dort befindliches Kalkdepot oder ein verkrümmtes Schulterdach oder auch durch ein zu straffes Band (das sog. Ligamentum coracoakromiale). Der Muskel und die Sehne des Supraspinatus – wie auch der Schleimbeutel – werden in diesem Tunnel unter dem Schulterdach in solchen Situationen bei Tätigkeiten in und über Schulterhöhe eingequetscht.

Therapie
Je nach Situation des Impingements ist die konservative Therapie oder die operative Therapie indiziert. Die Grundzüge der konservativen Therapie bestehen darin den subacromialen Raum zu vergrößern und die Reizung in diesem Raum zu reduzieren. Gelingt es nicht die Schmerzen zum Positiven zu beeinflussen, so wird in arthroskopischer Technik der subacromiale Raum durch Resektion der Unterfläche des Schulterdaches vergrößert um den Druck von denen Sehnenansätzen zu nehmen, damit das Ganze nicht im Defekt der Rotatorenmanschette mündet.

Rotatorenmanschettendefekt

Ursachen

Eine andere Form der Defekte im Schulterbereich stellen die Verletzung der Muskeln und Sehnen dar. Man unterscheidet hier Verletzungen ohne direktes Trauma von Verletzungen mit direktem Trauma wie der Sturz auf die Schulter, Schulterluxationen oder abrupte Rissbewegungen in der Schulterregion.

Die Rotatorenmanschettendefekte werden zu 5% traumatisch verursacht. Weitere 5% entstehen im Rahmen einer Schulterluxation und 90% der Defekte sind degenerativer Natur. Ursache der degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette ist die mechanische Abnutzung, wobei den raumfordernden Akromionveränderungen eine große Bedeutung zukommt.

In Abhängigkeit vom Alter steigt der Anteil degenerativer Rotatorenmanschette-defekte. Eine Untersuchung zeigte eine Häufigkeit von 25% in Altersklasse zwischen 40-60 Jahre mit Steigerung der Defektrate bis zu 100% bei Patienten über 70 Jahre.

Therapie

Über die Therapieform entscheidet nicht nur der Grad der Verletzung, die verletzte Sehnen- oder Muskelgruppe, sondern auch das Alter des Patienten. Bei Teildefekten variiert die Therapieform von rein krankengymnastisch geführten Dehnungs- und Muskelaufbauübungen unter gleichzeitiger Schmerztherapie bis hin zur arthroskopisch durchgeführten Erweiterung des Raumes unterhalb des Akromions (Subacromiale Dekompression).

Die Erweiterung des Raumes zwischen Humeruskopf und dem Akromion (Schulterdach) erlaubt dann der Muskulatur sich ohne externe Kompression zu bewegen und bildet die Voraussetzung einen Muskelaufbau schmerzreduziert durchführen zu können.

Bei schweren Rupturen der das Schultergelenk stabilisierenden Muskelgruppen und Defekte der Kapselstrukturen( incl. Labrum) erfolgt die operative Therapie. Zur Defektsanierung bedient man sich sowohl der offenen als auch der arthroskopischen Therapie des traumatisierten Gelenkes. Bei der arthroskopischen Operationsmethode werden über zwei bis vier je 1cm messende Zugänge neben der Optik verschiedene speziell für die Schulterchirurgie entwickelte Instrumente in das Gelenk eingebracht.

Arthrose im Schultergelenk

Die Arthrose des Schultergelenkes ist ein Verschleiß der gelenkbildenden Anteile. Hierbei kommt es zur Abnutzung des Gelenkknorpels und schließlich zu Verformungen der Gelenkanteile. Die Patienten beschreiben zunächst bestimmte Bewegungen als unangenehm, später als schmerzhaft. Gleichzeitig kommt es zur Einschränkung der Beweglichkeit und zur Verkürzung der Muskulatur.

Wie entsteht die Arthrose des Schultergelenkes?

Die Ursachen einer Arthrose können vielfältig sein. Zum einen existieren Knorpelabnutzungen ohne erkennbare Ursachen im Rahmen altersbedingter Verschleißvorgänge. Zum anderen entstehen Knorpelzerstörungen durch Oberarmkopfbrüche, Rheumatismus, immer wieder auftretendes Auskugeln des Oberarmkopfes und langjährige berufliche oder sportliche Belastung.

Wann soll das Gelenk ersetzt werden?

Die Implantation einer Schulterprothese wird nötig bei
– starkem Schmerz sowohl in Ruhe als auch unter Belastung
– deutlicher Einschränkung der Beweglichkeit
– starken zerstörenden Veränderungen des Schultergelenkes im Röntgenbild

Welche Prothese ist die Richtige für mich?

Teilgelenkersatz

» Form: Umschriebene Knorpelzerstörung
» Muskulatur: Intakte Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: HemiCAP
Bei umschriebener Zerstörung des Gelenkknorpels wird je nach Alter des Patienten und Größe des Defektes ein Teil des Knorpels ersetzt. Hierbei wird nach dreidimensionaler Messung das Implanta eingesetzt. Das HemiCAP® Implantat zur Versorgung osteochondraler Knorpeldefekte besteht aus zwei Komponenten: einer konischen Fixationsschraube – versehen mit einem Innenkonus – und dem Implantat, an dem sich ein Außenkonus befindet. Beide werden im Sinne einer Kaltverschweißung so miteinander verbunden, dass eine sichere Primärstabilität erreicht wird. Die Titan-Plasma-Beschichtung auf der Rückseite des Implantats sorgt für eine dauerhafte Osteointegration.

Kompletter Gelenkersatz

» Form: Komplexer Knorpelverlust
» Muskulatur: Intakte Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: Eclipse Prothese
Ist der Knorpeldefekt größer, so dass ein Teilersatz nicht genügt, wird bei guter Knochenqualität ein Ersatz des gelenkbildenden Bereiches des Oberarmkopfes notwendig. Hierbei wird der Oberarmkopf durch einen Metallkopf, welcher auf eine Basisplatte aufgesteckt wird, ersetzt. Die Basisplatte wird mit einer Titanhohlschraube am Knochen befestigt. Je nach Beschaffenheit der körpernahen Gelenkseite muss evtl. auch hier ein Gelenkersatz mit einer Polyethylenpfanne, welche zementiert wird, erfolgen.

Kompletter Gelenkersatz

» Form: Komplexer Knorpelverlust
» Muskulatur: Riss der Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: Inverse Schulterprothese
Liegt eine Defektsituation der Rotatorenmanschette mit Höhertreten des Humeruskopfes und hieraus resultierender Arthrose vor, kann eine Standardprothese nicht eingebaut werden. Aufgrund des begleitenden Defektes der Rotatorenmanschette geht die Zentrierung des Oberarmkopfes zur Pfanne verloren.

Die hier zum Einsatz kommende Prothese ist die sogenannte Inverse Prothese. Das besondere an dieser Prothesen ist ihr Design: Auf die Pfanne der betroffenen Schulter wird eine Halbkugel aufgesetzt und verschraubt. Entsprechend wird auf den bearbeiteten Oberarmkopf/Schaft ein muldenförmiges Gegenlager incl. einer Schaftkomponente entweder zementiert oder zementfrei eingebracht.

KALKSCHULTER (TENDINOSIS CALCAREA)

Definition und ursachen
Die Ursache der Kalkschulter ist nicht endgültig geklärt. Man vermutet mehrere Ursachen wie z.B. das Impingement Syndrom (Enge unter dem Schulterdach). Anstatt aber typische mechanische Schäden der Rotatorenmanschette zu verursachen, kommt es zu einer Veränderung des Stoffwechsels mit Verkalkung am Sehnen-Muskel-Übergang.

Man unterscheidet vier Phasen:

1. Die Zellumwandlung
Die Sehnenzellen werden infolge Schwellung, Entzündung und vermehrten Druck sowie verminderter Sauerstoffversorgung der Sehnenzellen in knorpelige Zellen umgewandelt. Sichtbar ist das noch nicht, weil noch keine Verkalkung stattgefunden hat. Unterschwellige Schulterschmerzen bestehen in dieser Phase u.U . schon Jahre vorher beim betroffenen Patienten – ohne dass man die Kalkablagerungen diagnostisch erfassen kann.

2. Verkalkungsphase
Die Knorpelzellen sterben ab und werden durch Kalkablagerungen in der Schulter / z.B. Supraspinatussehne ersetzt. Die Schulterschmerzen werden mehr. Die Diagnostik kann den Kalk jetzt erfassen.

3. Auflösungsphase (Resorption)
Das Kalkdepot löst sich in der Schulter spontan auf. Die örtliche Entzündungsreaktion im Raum unter dem Schulterdach ist erheblich. Die Schulterschmerzen sind in dieser Phase sehr heftig, weil der entzündete und aufgequollene Schleimbeutel keinen Platz hat sich zwischen den beiden Knochen des Oberarmkopfes (unten) und knöchernem Schulterdach (oben) auszudehnen.

4. Reparationsstadium
Die Region des aufgelösten Kalkdepots verheilt und örtlich bildet sich eine Vernarbung aus. Bei weitem nicht jeder Patient mit einer Tendinosis calcarea der Schulter durchläuft diese Erkrankungsphasen in dieser klassischen Form.

Therapie
Die konservative Therapie, wie die Verordnung von Schmerzmitteln mit entzündungshemmender Komponente, subacromiale Infiltrationen, Krankengymnastik, Nadeln (Needeling) des Kalkdepots steht im Vordergrund. Lassen sich die Schmerzen unter der konservativen Therapie nicht beherrschen, so ist die operative Therapie indiziert. Hierbei wird in arthroskopischer Technik das Kalkdepot entfernt. Der entzündete Schleimbeutel wird zuvor arthroskopisch reseziert um nachfolgend den Bereich des Kalkdepots zu visualisieren. Je nach individueller Situation wird die arthroskopische Kalkdepotentfernung an der Schulter mit einer Akromioplastik, wie beim Engpasssyndrom, kombiniert.

Schulterinstabilität

Definition und ursache

Bei der Schulterluxation handelt es sich um eine Auskugelung des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne. Dabei kann der Oberarmkopf vollständig austreten, was man als “ Luxation “ der Schulter bezeichnet. Oder er kann in Teilen aus der Schulterpfanne austreten, welches man “ Subluxation “ der Schulter nennt. Von der Schulterluxation abzugrenzen ist die Schulterinstabilität. Die Luxation kennzeichnet eher das akute Ereignis mit dem Austreten des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne und die Schulterinstabilität bezeichnet mehr das chronisch instabile Schultergelenk. Oft beginnt eine Schulterinstabilität mit einem akuten Ereignis einer Schulterluxation.

Strukturen in der Schulter, wie die Knorpellippe, Schulterkapsel oder stabilisierenden Bänder reißen und daraus resultiert das Erkrankungsbild der Schulterinstabilität, bei dem es in den Monaten und Jahren nach diesem Erstereignis einer Schulterluxation immer wieder zu vollständigen (= Luxation) oder Teilausrenkungen (= Subluxation) der Schulter kommt..

Therapie

Mittel der ersten Wahl, bei frischen Erstluxationen der Schulter und Folgeluxationen, ist das Einrenken der Schulter. Man spricht von der Schulterreposition. Das Einrenken der Schulter wird entweder in wachem Zustand, unter örtlicher Betäubung, Plexuskatheter oder in Vollnarkose durchgeführt.

Je nach Defektsituation im Schulterbereich nach stattgefundener Luxation und Alter des Patienten ist eine konservative Therapie oder eine operative Therapie indiziert.

Das Standardverfahren zur operativen Stabilsierung einer Schulterluxation ist die arthroskopische Bankart Operation. Es bedeutet, dass man über 2 bis 4 kleine Schnitte, von etwa 1/2 bis 1 cm, eine Endoskopiekamera im Schultergelenk plaziert. Über die anderen Arbeitskanäle werden die Nahtanker / Dübel und das Nahtwerkzeug eingebracht. Es werden die abgerissene Knorpellippe und und zerissene Schulterkapsel sowie deren stabilisierende Bänder genäht. Liegt ein großer Knochendefekt vor, so wird dieser in arthroskopischer oder offener Technik mit Titanankern und Schrauben refixiert.

Definition und Ursache

Der Musculus bizeps ist unter anderem für die Hebung des Arms und die Beugung des Unterarms zuständig. Er besitzt zwei Sehnenansätze an der Schulter und einen Sehnenansatz im Bereich des körpernahen Unterarmes im Bereich der Speiche.

Am häufigsten ist der lange Kopf des Bizepsmuskels der Schulter gerissen, aber auch die körperferne Sehne und die kurze Bizepssehne der Schulter können traumatisiert werden. Eine mechanische Überbelastung stellt häufig die Ursache dar. Der Bizeps-sehnenriss kann unter anderem bei einigen heftigen Traktionsbewegungen beim Sport oder beim Abfangen eines Objektes mit hohem Gewicht auftreten. Vorbestellende Schädigungen bzw. Abnutzungen kann dann einen Riss fördern.

Therapie

Im Rahmen der Bizepssehnenproblematik existieren differenzierte Therapieansätze, die sich je nach Ort des Risses und je nach Alter des Patienten aufgliedern. Diese werden Ihnen dann, abhängig von der bei Ihnen bestehenden Defektsituation, in meiner Schultersprechstunde erläutert.

Was versteht man unter einer Schultereckgelenksarthrose?

Das Schultereckgelenk (AC-Gelenk) ist die enge Verbindungsgelenk zwischen Schulterdach (Akromion) und Schlüsselbein (Clavicula). Kommt es in diesem Gelenk zu Verschleißerscheinungen z.B. durch eine Verletzung, Sport oder körperliche Arbeit, so spricht man von einer Schultereckgelenksarthrose (AC-Arthrose).

Die entstandenen knöcherne Veränderungen können an der Rotatorenmanschette scheuern und dort zu zusätzlichem Schaden bis hin zum Sehnenriss führen. Da das Gelenk direkt unter der Haut liegt, bemerkt der Patient häufig eine knöcherne Schwellung, die auf Druck schmerzhaft ist und bei Bewegungen des Armes über Kopf auch Reibegeräusche verursachen kann.

Der Patient klagt meist über Schmerzen bei Bewegung des Armes nach vorne und zur Gegenseite, über Druckempfindlichkeit im Bereich über dem Schultereckgelenk und über Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite. Der Arthroseschmerz wächst schleichend, behindert jedoch zunehmend das tägliche Leben.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für die Schultereckgelenksarthrose?

Der erste Schritt der Therapie umfasst häufig die konservative Therapie. Hierzu zählen schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, Infiltrationsbehandlung bzw. Krankengymnastik. Sollte hierunter keine Besserung zu erzielen sein, so findet die operative Therapie ihre Anwendung.

Dabei wird arthroskopisch der Abstand zwischen Schlüsselbein und Schulterdach in der Form vergrößert, dass das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einer kleinen Fräse um ca. 5 mm gekürzt und der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches entfernt wird. Knöcherne Anbauten mit Druck auf die Rotatorenmanschette werden hierbei ebenfalls abgetragen.

AC Gelenkverletzung

Schultereckgelenksprengung (AC-Luxation)

Ursache

Die Schultereckgelenkschädigung ist kausal häufig dem direkten seitliche Anprall gegen die Schulter bei anliegendem Arm, oft im Rahmen eines Sportunfalls, zuzuordnen. Die Einteilung in die verschiedenen Stadien und die sich hieraus ergebende Behandlungsempfehlung orientiert sich an der Röntgendarstellung, der vertikalen und horizontalen Instabilität.

Einteilung der AC Luxation nach Rockwood

Rockwood I
Zerrung des Kapsel-/Bandapparates. Keine Instabilität im AC Gelenk

Rockwood II
Teilzerreißung des Kapsel-/Bandapparates (Ruptur der akromioklavikularen Bänder) mit Teilverrenkung des Schultereckgelenkes

Rockwood III
Zerreißung des kompletten Kapsel-/Bandapparates (Ruptur der akromioklavikularen Bänder und der korakoklavikularen Bänder) mit vollständiger Verrenkung des Schultereckgelenkes in der Vertikalebene nach kopfwärts

Rockwood IV
Das seitliche Schlüsselbeinende verrenkt sich in der Horizontalebene. Dabei kann es sich im M. trapezius verhaken.

Rockwood V
Starker Schlüsselbeinhochstand mit ausgedehnter Ablösung der Muskelansätze am seitlichen Schlüsselbeinende.

Rockwood VI
Verrenkung des seitlichen Schlüsselbeinendes fußwärts unter das Korakoid.

Therapie

Die Akromioklavikulargelenkssprengung Typ Rockwood I und II können konservativ behandelt werden. Alle anderen Grade sollten, orientierend an unserer großen operativen Erfahrung, operativ versorgt werden.

Bei der akuten traumatischen AC- Verletzung erfolgt die Stabilisierung des verletzten Gelenkes über eine spezielles Verfahren in der Mini open Technik, bei welcher ein besonders reißfester Faden in 4 facher Führung zwischen Schlüsselbein und Rabenschnabelfortsatz durchgezogen und über zwei Titanplatten fixiert wird. Hierdurch wird die Fehlposition des Schlüsselbein stabilisiert, so dass die gerissenen Bänder verheilen können. Das eingesetzte Material muss in der Regel nicht wieder entfernt werden.

Schultergelenk

Schultergelenk

Der Schultergürtel des Menschen ist als komplexes Bewegungssystem auf eine größtmögliche Beweglichkeit ausgelegt und bildet damit die Basis für den großen Aktionsradius und die optimale Funktionalität des Armes.

Der Schultergürtel setzt sich zusammen aus dem Schultergelenk, dem Schultereckgelenk und dem Brustbein – Schlüsselbein – Gelenk. Für die koordinierte Bewegung benötigt der Schultergürtel eine Vielzahl von Muskeln. Zwischen diesen finden sich Gleitschichten, die für den ungestörten Bewegungsablauf unentbehrlich sind.

Aus anatomischer Sicht ist das Schultergelenk ein gefährdetes Gelenk, da es als Kugelgelenk keine knöcherne, sondern eine rein muskuläre Führung hat. Zudem steht dem Oberarmkopf nur eine relativ kleine, durchschnittlich 6 cm² große Fläche der Schultergelenkspfanne gegenüber.

Engpass Syndrom

Ursache

Der Begriff des „Impingement“ ist dem Angloamerikanischen entlehnt und bedeutet „Einklemmung“. An der Schulter ist in aller Regel eine Einklemmung zwischen der Kugel des Oberarmkopfes und dem Schulterdach (Akromion) gemeint. Das heißt der Tunnel unter dem Schulterdach durch welchen der Supraspinatusmuskel und seine Sehne verlaufen – inklusive dem dort liegenden Schleimbeutel – ist eingeengt. Beispielsweise durch ein dort befindliches Kalkdepot oder ein verkrümmtes Schulterdach oder auch durch ein zu straffes Band (das sog. Ligamentum coracoakromiale). Der Muskel und die Sehne des Supraspinatus – wie auch der Schleimbeutel – werden in diesem Tunnel unter dem Schulterdach in solchen Situationen bei Tätigkeiten in und über Schulterhöhe eingequetscht.

Therapie
Je nach Situation des Impingements ist die konservative Therapie oder die operative Therapie indiziert. Die Grundzüge der konservativen Therapie bestehen darin den subacromialen Raum zu vergrößern und die Reizung in diesem Raum zu reduzieren. Gelingt es nicht die Schmerzen zum Positiven zu beeinflussen, so wird in arthroskopischer Technik der subacromiale Raum durch Resektion der Unterfläche des Schulterdaches vergrößert um den Druck von denen Sehnenansätzen zu nehmen, damit das Ganze nicht im Defekt der Rotatorenmanschette mündet.

Rotatorenmanschettendefekt

Ursachen

Eine andere Form der Defekte im Schulterbereich stellen die Verletzung der Muskeln und Sehnen dar. Man unterscheidet hier Verletzungen ohne direktes Trauma von Verletzungen mit direktem Trauma wie der Sturz auf die Schulter, Schulterluxationen oder abrupte Rissbewegungen in der Schulterregion.

Die Rotatorenmanschettendefekte werden zu 5% traumatisch verursacht. Weitere 5% entstehen im Rahmen einer Schulterluxation und 90% der Defekte sind degenerativer Natur. Ursache der degenerativen Veränderungen der Rotatorenmanschette ist die mechanische Abnutzung, wobei den raumfordernden Akromionveränderungen eine große Bedeutung zukommt.

In Abhängigkeit vom Alter steigt der Anteil degenerativer Rotatorenmanschette-defekte. Eine Untersuchung zeigte eine Häufigkeit von 25% in Altersklasse zwischen 40-60 Jahre mit Steigerung der Defektrate bis zu 100% bei Patienten über 70 Jahre.

Therapie

Über die Therapieform entscheidet nicht nur der Grad der Verletzung, die verletzte Sehnen- oder Muskelgruppe, sondern auch das Alter des Patienten. Bei Teildefekten variiert die Therapieform von rein krankengymnastisch geführten Dehnungs- und Muskelaufbauübungen unter gleichzeitiger Schmerztherapie bis hin zur arthroskopisch durchgeführten Erweiterung des Raumes unterhalb des Akromions (Subacromiale Dekompression).

Die Erweiterung des Raumes zwischen Humeruskopf und dem Akromion (Schulterdach) erlaubt dann der Muskulatur sich ohne externe Kompression zu bewegen und bildet die Voraussetzung einen Muskelaufbau schmerzreduziert durchführen zu können.

Bei schweren Rupturen der das Schultergelenk stabilisierenden Muskelgruppen und Defekte der Kapselstrukturen( incl. Labrum) erfolgt die operative Therapie. Zur Defektsanierung bedient man sich sowohl der offenen als auch der arthroskopischen Therapie des traumatisierten Gelenkes. Bei der arthroskopischen Operationsmethode werden über zwei bis vier je 1cm messende Zugänge neben der Optik verschiedene speziell für die Schulterchirurgie entwickelte Instrumente in das Gelenk eingebracht.

Arthrose im Schultergelenk

Die Arthrose des Schultergelenkes ist ein Verschleiß der gelenkbildenden Anteile. Hierbei kommt es zur Abnutzung des Gelenkknorpels und schließlich zu Verformungen der Gelenkanteile. Die Patienten beschreiben zunächst bestimmte Bewegungen als unangenehm, später als schmerzhaft. Gleichzeitig kommt es zur Einschränkung der Beweglichkeit und zur Verkürzung der Muskulatur.

Wie entsteht die Arthrose des Schultergelenkes?

Die Ursachen einer Arthrose können vielfältig sein. Zum einen existieren Knorpelabnutzungen ohne erkennbare Ursachen im Rahmen altersbedingter Verschleißvorgänge. Zum anderen entstehen Knorpelzerstörungen durch Oberarmkopfbrüche, Rheumatismus, immer wieder auftretendes Auskugeln des Oberarmkopfes und langjährige berufliche oder sportliche Belastung.

Wann soll das Gelenk ersetzt werden?

Die Implantation einer Schulterprothese wird nötig bei
– starkem Schmerz sowohl in Ruhe als auch unter Belastung
– deutlicher Einschränkung der Beweglichkeit
– starken zerstörenden Veränderungen des Schultergelenkes im Röntgenbild

Welche Prothese ist die Richtige für mich?

Teilgelenkersatz

» Form: Umschriebene Knorpelzerstörung
» Muskulatur: Intakte Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: HemiCAP
Bei umschriebener Zerstörung des Gelenkknorpels wird je nach Alter des Patienten und Größe des Defektes ein Teil des Knorpels ersetzt. Hierbei wird nach dreidimensionaler Messung das Implanta eingesetzt. Das HemiCAP® Implantat zur Versorgung osteochondraler Knorpeldefekte besteht aus zwei Komponenten: einer konischen Fixationsschraube – versehen mit einem Innenkonus – und dem Implantat, an dem sich ein Außenkonus befindet. Beide werden im Sinne einer Kaltverschweißung so miteinander verbunden, dass eine sichere Primärstabilität erreicht wird. Die Titan-Plasma-Beschichtung auf der Rückseite des Implantats sorgt für eine dauerhafte Osteointegration.

Kompletter Gelenkersatz

» Form: Komplexer Knorpelverlust
» Muskulatur: Intakte Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: Eclipse Prothese
Ist der Knorpeldefekt größer, so dass ein Teilersatz nicht genügt, wird bei guter Knochenqualität ein Ersatz des gelenkbildenden Bereiches des Oberarmkopfes notwendig. Hierbei wird der Oberarmkopf durch einen Metallkopf, welcher auf eine Basisplatte aufgesteckt wird, ersetzt. Die Basisplatte wird mit einer Titanhohlschraube am Knochen befestigt. Je nach Beschaffenheit der körpernahen Gelenkseite muss evtl. auch hier ein Gelenkersatz mit einer Polyethylenpfanne, welche zementiert wird, erfolgen.

Kompletter Gelenkersatz

» Form: Komplexer Knorpelverlust
» Muskulatur: Riss der Rotatorenmanschette
» Prothesentyp: Inverse Schulterprothese
Liegt eine Defektsituation der Rotatorenmanschette mit Höhertreten des Humeruskopfes und hieraus resultierender Arthrose vor, kann eine Standardprothese nicht eingebaut werden. Aufgrund des begleitenden Defektes der Rotatorenmanschette geht die Zentrierung des Oberarmkopfes zur Pfanne verloren.

Die hier zum Einsatz kommende Prothese ist die sogenannte Inverse Prothese. Das besondere an dieser Prothesen ist ihr Design: Auf die Pfanne der betroffenen Schulter wird eine Halbkugel aufgesetzt und verschraubt. Entsprechend wird auf den bearbeiteten Oberarmkopf/Schaft ein muldenförmiges Gegenlager incl. einer Schaftkomponente entweder zementiert oder zementfrei eingebracht.

KALKSCHULTER (TENDINOSIS CALCAREA)

Definition und ursachen
Die Ursache der Kalkschulter ist nicht endgültig geklärt. Man vermutet mehrere Ursachen wie z.B. das Impingement Syndrom (Enge unter dem Schulterdach). Anstatt aber typische mechanische Schäden der Rotatorenmanschette zu verursachen, kommt es zu einer Veränderung des Stoffwechsels mit Verkalkung am Sehnen-Muskel-Übergang.

Man unterscheidet vier Phasen:

1. Die Zellumwandlung
Die Sehnenzellen werden infolge Schwellung, Entzündung und vermehrten Druck sowie verminderter Sauerstoffversorgung der Sehnenzellen in knorpelige Zellen umgewandelt. Sichtbar ist das noch nicht, weil noch keine Verkalkung stattgefunden hat. Unterschwellige Schulterschmerzen bestehen in dieser Phase u.U . schon Jahre vorher beim betroffenen Patienten – ohne dass man die Kalkablagerungen diagnostisch erfassen kann.

2. Verkalkungsphase
Die Knorpelzellen sterben ab und werden durch Kalkablagerungen in der Schulter / z.B. Supraspinatussehne ersetzt. Die Schulterschmerzen werden mehr. Die Diagnostik kann den Kalk jetzt erfassen.

3. Auflösungsphase (Resorption)
Das Kalkdepot löst sich in der Schulter spontan auf. Die örtliche Entzündungsreaktion im Raum unter dem Schulterdach ist erheblich. Die Schulterschmerzen sind in dieser Phase sehr heftig, weil der entzündete und aufgequollene Schleimbeutel keinen Platz hat sich zwischen den beiden Knochen des Oberarmkopfes (unten) und knöchernem Schulterdach (oben) auszudehnen.

4. Reparationsstadium
Die Region des aufgelösten Kalkdepots verheilt und örtlich bildet sich eine Vernarbung aus. Bei weitem nicht jeder Patient mit einer Tendinosis calcarea der Schulter durchläuft diese Erkrankungsphasen in dieser klassischen Form.

Therapie
Die konservative Therapie, wie die Verordnung von Schmerzmitteln mit entzündungshemmender Komponente, subacromiale Infiltrationen, Krankengymnastik, Nadeln (Needeling) des Kalkdepots steht im Vordergrund. Lassen sich die Schmerzen unter der konservativen Therapie nicht beherrschen, so ist die operative Therapie indiziert. Hierbei wird in arthroskopischer Technik das Kalkdepot entfernt. Der entzündete Schleimbeutel wird zuvor arthroskopisch reseziert um nachfolgend den Bereich des Kalkdepots zu visualisieren. Je nach individueller Situation wird die arthroskopische Kalkdepotentfernung an der Schulter mit einer Akromioplastik, wie beim Engpasssyndrom, kombiniert.

Schulterinstabilität

Definition und ursache

Bei der Schulterluxation handelt es sich um eine Auskugelung des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne. Dabei kann der Oberarmkopf vollständig austreten, was man als “ Luxation “ der Schulter bezeichnet. Oder er kann in Teilen aus der Schulterpfanne austreten, welches man “ Subluxation “ der Schulter nennt. Von der Schulterluxation abzugrenzen ist die Schulterinstabilität. Die Luxation kennzeichnet eher das akute Ereignis mit dem Austreten des Oberarmkopfes aus der Schulterpfanne und die Schulterinstabilität bezeichnet mehr das chronisch instabile Schultergelenk. Oft beginnt eine Schulterinstabilität mit einem akuten Ereignis einer Schulterluxation.

Definition und Ursache

Der Musculus bizeps ist unter anderem für die Hebung des Arms und die Beugung des Unterarms zuständig. Er besitzt zwei Sehnenansätze an der Schulter und einen Sehnenansatz im Bereich des körpernahen Unterarmes im Bereich der Speiche.

Am häufigsten ist der lange Kopf des Bizepsmuskels der Schulter gerissen, aber auch die körperferne Sehne und die kurze Bizepssehne der Schulter können traumatisiert werden. Eine mechanische Überbelastung stellt häufig die Ursache dar. Der Bizeps-sehnenriss kann unter anderem bei einigen heftigen Traktionsbewegungen beim Sport oder beim Abfangen eines Objektes mit hohem Gewicht auftreten. Vorbestellende Schädigungen bzw. Abnutzungen kann dann einen Riss fördern.

Therapie

Im Rahmen der Bizepssehnenproblematik existieren differenzierte Therapieansätze, die sich je nach Ort des Risses und je nach Alter des Patienten aufgliedern. Diese werden Ihnen dann, abhängig von der bei Ihnen bestehenden Defektsituation, in meiner Schultersprechstunde erläutert.

Was versteht man unter einer Schultereckgelenksarthrose?

Das Schultereckgelenk (AC-Gelenk) ist die enge Verbindungsgelenk zwischen Schulterdach (Akromion) und Schlüsselbein (Clavicula). Kommt es in diesem Gelenk zu Verschleißerscheinungen z.B. durch eine Verletzung, Sport oder körperliche Arbeit, so spricht man von einer Schultereckgelenksarthrose (AC-Arthrose).

Die entstandenen knöcherne Veränderungen können an der Rotatorenmanschette scheuern und dort zu zusätzlichem Schaden bis hin zum Sehnenriss führen. Da das Gelenk direkt unter der Haut liegt, bemerkt der Patient häufig eine knöcherne Schwellung, die auf Druck schmerzhaft ist und bei Bewegungen des Armes über Kopf auch Reibegeräusche verursachen kann.

Der Patient klagt meist über Schmerzen bei Bewegung des Armes nach vorne und zur Gegenseite, über Druckempfindlichkeit im Bereich über dem Schultereckgelenk und über Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite. Der Arthroseschmerz wächst schleichend, behindert jedoch zunehmend das tägliche Leben.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für die Schultereckgelenksarthrose?

Der erste Schritt der Therapie umfasst häufig die konservative Therapie. Hierzu zählen schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, Infiltrationsbehandlung bzw. Krankengymnastik. Sollte hierunter keine Besserung zu erzielen sein, so findet die operative Therapie ihre Anwendung.

Dabei wird arthroskopisch der Abstand zwischen Schlüsselbein und Schulterdach in der Form vergrößert, dass das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einer kleinen Fräse um ca. 5 mm gekürzt und der entzündete Schleimbeutel unterhalb des Schulterdaches entfernt wird. Knöcherne Anbauten mit Druck auf die Rotatorenmanschette werden hierbei ebenfalls abgetragen.

AC Gelenkverletzung

Schultereckgelenksprengung (AC-Luxation)

Ursache

Die Schultereckgelenkschädigung ist kausal häufig dem direkten seitliche Anprall gegen die Schulter bei anliegendem Arm, oft im Rahmen eines Sportunfalls, zuzuordnen. Die Einteilung in die verschiedenen Stadien und die sich hieraus ergebende Behandlungsempfehlung orientiert sich an der Röntgendarstellung, der vertikalen und horizontalen Instabilität.

Einteilung der AC Luxation nach Rockwood

Rockwood I
Zerrung des Kapsel-/Bandapparates. Keine Instabilität im AC Gelenk

Rockwood II
Teilzerreißung des Kapsel-/Bandapparates (Ruptur der akromioklavikularen Bänder) mit Teilverrenkung des Schultereckgelenkes

Rockwood III
Zerreißung des kompletten Kapsel-/Bandapparates (Ruptur der akromioklavikularen Bänder und der korakoklavikularen Bänder) mit vollständiger Verrenkung des Schultereckgelenkes in der Vertikalebene nach kopfwärts

Rockwood IV
Das seitliche Schlüsselbeinende verrenkt sich in der Horizontalebene. Dabei kann es sich im M. trapezius verhaken.

Rockwood V
Starker Schlüsselbeinhochstand mit ausgedehnter Ablösung der Muskelansätze am seitlichen Schlüsselbeinende.

Rockwood VI
Verrenkung des seitlichen Schlüsselbeinendes fußwärts unter das Korakoid.

Therapie

Die Akromioklavikulargelenkssprengung Typ Rockwood I und II können konservativ behandelt werden. Alle anderen Grade sollten, orientierend an unserer großen operativen Erfahrung, operativ versorgt werden.

Bei der akuten traumatischen AC- Verletzung erfolgt die Stabilisierung des verletzten Gelenkes über eine spezielles Verfahren in der Mini open Technik, bei welcher ein besonders reißfester Faden in 4 facher Führung zwischen Schlüsselbein und Rabenschnabelfortsatz durchgezogen und über zwei Titanplatten fixiert wird. Hierdurch wird die Fehlposition des Schlüsselbein stabilisiert, so dass die gerissenen Bänder verheilen können. Das eingesetzte Material muss in der Regel nicht wieder entfernt werden.

Zentrum für Orthopädie und Chirurgie am Boxberg
Dr. O. Schneider
Dr. O. Tapos

Telefon. 06821 – 9722830
Fax. 06821 – 9722838

Sprechzeiten

Mo.   08.00 – 12.00 Uhr I 14.00 – 16.00 Uhr
Di.     08.00 – 12.00 Uhr I 14.00 – 16.00 Uhr
Mi.    08.00 – 13.00 Uhr
Do.   08.00 – 12.00 Uhr I 14.00 – 16.00 Uhr
Fr.     08.00 – 13.00 Uhr
Sa.    Nach Vereinbarung

Anfahrt

Boxbergweg 3
66538 Neunkirchen
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